Heise 14.08.2026
06:02 Uhr

heise+ | Stalker im 4K-Heimkinotest: Picknick in der Gefahrenzone


Tarkowskis Science-Fiction-Klassiker gilt als Höhepunkt des sowjetischen Films. Gehen mit der neuen 4K-Restauration alle Wünsche in Erfüllung?

heise+ | Stalker im 4K-Heimkinotest: Picknick in der Gefahrenzone

Die moderne Welt beschleunigt sich immer schneller. Wie gut tut da ein Film, der auf die Bremse tritt und nicht nur seine Bilder, sondern auch das Zeitempfinden des Zuschauers entschleunigt.

Andrei Arsenjewitsch Tarkowski schuf mit dem 1979 veröffentlichten Stalker einen Science-Fiction-Film, der die Zeit anzuhalten scheint. Die philosophische Suche nach einem Raum, der Wünsche erfüllt, führt durch ein tödlich verfallenes Gebiet und nahm mit seiner Stimmung bereits die Katastrophe von Tschernobyl und den Zerfall der Sowjetunion vorweg. Nicht zuletzt beeinflusste der ungewöhnliche Film später die gleichnamige Computerspielreihe.

Das Label Filmjuwelen hat Stalker nun erstmals in 4K auf einer Ultra HD Blu-ray in einem aufwendigen Mediabook in Deutschland veröffentlicht. Die Disc lockt nicht nur mit neu aufbereiteten Bildern, sondern auch mit Tonspuren des russischen Originals, der Synchronisationen der DEFA und des WDR. In unserem Test gehen wir auf die außergewöhnlichen Drehbedingungen und Hintergründe ein. Ab Seite 3 beleuchten wir die audiovisuellen Unterschiede der UHD zur Blu-ray Disc und klären, ob sich die Anschaffung im Vergleich zur freien 4K-Version von Mosfilm auf YouTube lohnt.